Ein Leben für die Musik – Zeitreise mit Jakob Bruckner

Ich kenne Jakob seit 8 Jahren. Wenn ich an die Person von damals zurückdenke, bin ich immer wieder beeindruckt, wie weit man kommen kann, wenn man nur stark genug an seinen Träumen festhält. In Jakobs Fall war es nur eines – Musik machen. Egal, ob auf der Straße oder vor großem Publikum. Ich erinnere mich an Schulhofkonzerte zu Zeiten von „Selbstlaut“, Jakobs erstem Bandprojekt. An kreischende Mädchen in der ersten Reihe und seine ehrliche Faszination darüber, dass da plötzlich Menschen waren, die seine Texte mitsangen. „Das ist eines der unbeschreiblichsten Gefühle für einen Musiker“, hat er mir damals gesagt. Mit der Zeit wurden es immer mehr, ein erstes Album entstand – „People Pie“. Plattenhighlight: die Bandmitglieder einzeln abgelichtet auf der Toilette. Es war ein Mix aus Rock und Pop, deutschen und englischen Texten. Kein Vergleich zu den Tönen, die man heute von ihm kennt.

Nach dem Abi tauschte Jakob seinen Heimatort Pittenhart (Land’s End im Chiemgau) gegen Regensburg. „Selbstlaut“ löste sich auf. Doch die Musik verlor den Platz in seinem Leben nicht, auch wenn es zunehmend schwieriger wurde, im Studienalltag dafür genug Zeit zu finden. Somit war es eine Weile scheinbar still um Jakob. Doch hinter verschlossenen Türen wurde unermüdlich geschrieben, komponiert und gedacht. In seinem ebenso talentierten jüngeren Bruder Matti findet Jakob letztlich die beste Unterstützung, um das lang ersehnte Soloprojekt „JB“, lang „Jakob Bruckner“, zu starten. Bass, Schlagzeug und Cello gesellen sich dazu. 2012 entsteht ein Demo. Die Online-Klicks steigen exponentiell. 2013 gewinnt er einen Musiker-Wettbewerb. Die Kritiker nicken, die erste Platte entsteht. Der Traum ist kein Traum mehr. Der Traum ist für Jakob nun Realität.

Um zu erklären, was Musik schaffen und was man mit Musik bei Menschen auslösen kann, denke ich gerne an das erste unplugged Konzert der Besatzung „JB“ zurück. Pittenhart, ein Bauernhof, Holzwände, Kerzenlicht, gespannte Gesichter. Alle wollen hören, wie „Jakob Bruckner“ nun klingt. Die Akustik im Raum ist eine Herausforderung, doch innerhalb kürzester Zeit entsteht jene magische Zufriedenheit, die nur Musik auslösen kann. Auf den Gesichtern zeichnen sich Lächeln ab, es werden stille Blicke getauscht. Niemand spricht, keiner will auch nur ein Wort verpassen. Denn Jakob erzählt mit seiner Musik Geschichten. Er verarbeitet das Leben, erzählt von Dingen und Gefühlen, die jeder kennt.
Am Ende ist allen im Raum klar – so privat wird man „JB“ nicht so schnell wieder erleben.

Heute tourt er mit seiner Band durch ganz Süddeutschland, die Künstler, die er supportet, werden immer bekannter, das Publikum größer, nur Jakob hat sich nicht verändert. Als ich ihn nach längerer Zeit in München in der Unhaltbar wieder spielen höre, sitzt da noch derselbe Mensch auf der Bühne. Er erzählt, wechselt zwischen Gitarre und Klavier, lässt den Raum beben. Und als vereinzelt Menschen mitzusingen beginnen, ist da immer noch dieselbe Faszination in seinem Blick wie vor 8 Jahren.

© Annika V. Wagner

 

Die nächsten Termine:

5.1.2017: PULS Club Festival, Traunstein
19.1.2017: IMPULS Festival, Passau
20.1.2017: IMPULS, Festival, Passau

& support unter:

https://www.facebook.com/JakobBrucknerMusik/

Aktuelle Musik-Videos von Jakob:

Wer Jakob gerne bei seinem Crowdfunding Projekt unterstützen möchte, kann sich unter folgendem Link informieren: https://www.startnext.com/jakobbruckner
Jeder, der spendet, bekommt ein wunderschönes Dankeschön zurück!